Willkommen bei der Sportopaedie Heidelberg Praxis für Orthopädie und Sportmedizin

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„Men´s Health“ 4 / 2013 Interview mit Prof. Dr. med. Desiderius Sabo über Gelenkprobleme

„Men´s Health“ 4 / 2013 Interview mit Prof. Dr. med. Desiderius Sabo über Gelenkprobleme

Arthritis:
„Die Krankheit entsteht oft aus einer bakteriellen Entzündung oder auch aus einer rheumatischen Erkrankung heraus“, sagt Pofessor Desiderius Sabo von der Sportopaedie Heidelberg. Es kann jedes Gelenk betroffen sein, am Anfang sind es oft Hände und Füße. Arthritis äußert sich durch Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.

Das hilft: Wie man Arthritis bekämpft, hängt davon ab, welchen Ursprung sie hat und wie ausgeprägt sie ist – um eine genaue Diagnose vom Arzt kommen Sie also nicht herum. Geben Sie den Bakterien gar keine Chance und gönnen Sie den Gelenken stets ausreichend Bewegung.

Entzündung der Sehnenscheide:
Monotone Bewegungsabläufe (wie etwa beim Tennis) oder eine Fehlhaltung am Arbeitsplatz führen zur Überbeanspruchung der Sehne. Es entstehen Risse, aus denen sich eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenscheiden an Schulter, Handgelenk oder Ellenbogen entwickelt.

Das hilft: Ruhe ist hier die beste Medizin. Nach Absprache mit dem Arzt können auch Salben helfen. Damit es allerdings gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie nach Möglichkeit einseitige Bewegungen vermeiden und die entsprechenden Gelenke vor dem Training aufwärmen.

Bursitis:
Durch permanenten Druck auf die Ellenbogen- oder Kniegelenke (etwa durch Hinknien oder wenn Sie sich am Schreibtisch abstützen) bilden sich Schleimbeutel. Diese können sich entzünden, wenn das Gelenk weiter belastet wird. Die Stelle schmerzt, wird dick und rot.

Das hilft: „Überlastete Gelenke müssen geschont werden“, erklärt Orthopäde Sabo. Meistens reicht es, wenn der Arzt Salbenverbände und dazu entzündungshemmende Medikamente verschreibt. Wenn die Entzündung abgeklungen ist, können Sie (zunächst vorsichtig) wieder mit dem Training beginnen.

Arthrose:
Durch Fehl- oder Überbelastung verschleißen unsere Gelenke. „Dabei wird der empfindliche Knorpel abgerieben wie das Profil eines Autoreifens“, erklärt Sabo. Folgen sind Schmerzen und Steifigkeit. Der Verschleiß kann alle Gelenke treffen, meist leiden Knie und Hüfte darunter.
Das hilft: „Das Wichtigste: Gewicht reduzieren und Muskeln aufbauen“, sagt Facharzt Sabo. Je mehr Gewicht die Gelenke bewegen müssen, desto schneller verschleißen sie. Starke Muskeln stabilisieren die Gelenke. Hilft das nicht, können Medikamente eingesetzt und Krankengymnastik verordnet werden. Bewegung (Schwimmen, Radfahren) hilft vorzubeugen, genauso wichtig ist es, Fehlstellungen rechtzeitig zu korrigieren.

Gicht:
Ursache dieser Krankheit ist eine Störung des Stoffwechsels. Dabei steigt die Konzentration der Harnsäure im Blut. Es bilden sich Kristalle, die sich in Gelenken und Sehnen ablagern. Entzündungen und Schmerzattacken, die sich zunächst meist im großen Zeh bemerkbar machen, sind die Folgen.
Das hilft: „Mittelfristig müssen Sie die Ernährung umstellen“, erklärt der Experte. „Alkohol und Fleisch sollten Sie von Ihrem Speiseplan verbannen.“ Grund: Beides enthält viel Purin – einen Stoff, bei dessen Abbau der Körper Harnsäure bildet. Durch den Verzicht beugen Sie zugleich der Gicht vor.