Willkommen bei der Sportopaedie Heidelberg Praxis für Orthopädie und Sportmedizin

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Knorpelschaden

Am häufigsten trifft es Knie und Sprunggelenk: Knorpelschäden entstehen meist bei Sport-, Arbeits-, oder Verkehrsunfällen. Je nach Tiefe und Ausdehnung unterscheidet man sie vom I- bis zum IV-Grad. Ohne eine direkte Ursache auftretende Schäden des Gelenkknorpels und des darunter liegenden Knochens kommen bei osteochondralen Defekten vor. Hier löst sich ein Knorpel-Knochenfragment aus dem Gelenkverbund und führt im fortgeschrittenen Stadium zu freien Gelenkkörpern.

Symptome

Knorpel- und Knorpel-Knochenschäden können schmerzhafte Bewegungseinschränkungen, Gelenkblockierungen und wiederkehrende Gelenkschwellungen verursachen.

Diagnostik

Zunächst erfolgt eine manuelle Untersuchung und eine Aufarbeitung der Krankengeschichte. Zur genauen Diagnose erstellen unsere Radiologen aktuelle Röntgenbilder des betroffenen Gelenks und bei etwaigen Nebenverletzungen führen wir noch eine Kernspintuntersuchung (MRT) an. In enger Absprache mit dem Patienten entscheiden unsere Orthopäden gemeinsam, welche Therapieform den größten Heilungserfolg verspricht.

Therapiemöglichkeiten

Ein geschädigter Gelenkknorpel kann nicht aus eigener Kraft heilen. Daher verwenden unsere Orthopäden verschiedene Verfahren zur biologischen Heilung und Wiederherstellung von vollschichtigen Knorpelschäden. Die Therapieform richtet sich dabei nach dem Grad der Beschädigung in Hinsicht auf Ausdehnung, Tiefe und Lokalisation sowie den individuellen Beschwerden und dem Patientenalter.

Mikrofrakturierung nach Steadman/ Abrasionsarthoplastik
Oberflächliche Knorpelschäden mit Rissbildungen oder Auffaserung mit einer Fläche von weniger als ca. 2 cm² werden während eines arthroskopischen Eingriffs durch eine Knorpelglättung (med.: Abrasion) oder Mikrofrakturierung behandelt.

knorpelschaden01_01 Mikrofrakturierung eines IV-gradigen Knorpelschadens: Mit dem abgebildeten Instrument wird die unter dem Knorpel liegende Knochenplatte perforiert. Die Löcher ermöglichen das Einwandern von Stammzellen und Faktoren aus dem Knochenmark, mit der sich die Stoffwechselaktivität beschleunigen lässt.

 

Mosaikplastik: Transplantation autologer osteochondraler Dübel
Kleine bis mittlere Defekte mit einer Fläche von 2 bis 4 cm² können durch die Transplantation von körpereigenen Knorpelknochenzylindern behandelt werden.

knorpelschaden02_01 Abschlussbild von körpereigenen Knorpel-Knochen-Dübeln, die in einen Knorpeldefekt überlappend transplantiert wurden (Mosaikplastik/OATS,). Damit lässt sich echter Gelenkknorpel wieder am ehemaligen Defektort herstellen.

 

Mikrofrakturierung und Kollagenvlies:
Mit der autologen matrixinduzierten Chondrogenese (AMIC) werden ebenfalls kleine bis mittlere Defekte mit einer Fläche von 2 bis 4 cm² behandelt.

 Transplantation autologer Chondrozyten (ACT)
Zur Heilung von großen bis sehr großen Defekten mit einer Fläche von 4 bis 10 cm² kann man körpereigene Knorpelzellen verpflanzen.

Bei tiefen Grad IV-Knorpelschäden mit freiliegenden Knochen müssen regenerative Maßnahmen vorgenommen werden, um eine Ersatzknorpelbildung einzuleiten.