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Nuklearmedizin

In der nuklearmedizinischen Diagnostik werden Funktionsabläufe von Organen bildlich dargestellt. Nach intravenöser Gabe einer kurzlebigen, schwach radioaktiven Substanz wird deren Verteilung im Körper mit einer hochempfindlichen Spezialkamera (Gammakamera) von außen erfasst.

Die geringen eingesetzten Substanzmengen (wenig mg) und die kurze Halbwertszeit der Radioaktivität (6 Std.) gewährleisten eine geringe Strahlenexposition bei in der Regel fehlendem Allergierisiko. Dennoch sollte zum Zeitpunkt der Untersuchung keine Schwangerschaft bestehen.

Knochen-Szintigraphie (Skelett-Szintigraphie)

Hierbei wird der Knochenstoffwechsel einzelner Körperregionen oder auch des Ganzkörper-Skeletts abgebildet. Viele Knochenveränderungen lassen sich hiermit empfindlicher bzw. frühzeitiger erfassen als mit Röntgen-Techniken.

Da der Stoffwechsel der Knochen sehr langsam abläuft, erstreckt sich diese Untersuchung über mehrere Stunden. Während der Einwirkzeit der Substanz (2-4 Stunden) können Sie die Praxis verlas-sen. Sie dürfen gewohnt essen, trinken und Ihre Medikamente einnehmen.

Röntgen-, CT- und MRT-Bilder und Behandlungsberichte in Zusammenhang mit der Fragestellung der Untersuchung, sowie frühere Knochenszintigramme bringen Sie bitte zur Untersuchung mit.

Nierenfunktions-Szintigraphie

Die Ausscheidungsfunktion der Nieren wird durch Serienbilder über etwa eine halbe Stunde dargestellt. Bei Harnstau wird während der Untersuchung ein zusätzliches harntreibendes Medikament (Lasix) gespritzt.

Vor der Nieren-Szintigraphie dürfen Sie wie gewohnt essen und Ihre Medikamente einnehmen. Sie sollten aber besonders reichlich trinken (mindestens 1 Liter!).
Eine evtl. durchgeführte Röntgenuntersuchung der Nieren oder eine CT oder Angiographie mit Röntgenkontrastmittel sollte zum Zeitpunkt der Nierenfunktions-Szintigraphie mindestens 3 Tage, besser mehr als 5 Tage zurückliegen.

Die Auswertung der Untersuchung ist zeitaufwändig. Das Ergebnis kann deshalb nicht sofort mit Ihnen besprochen werden, es wird dem überweisenden Arzt per Post oder Fax zugesandt.

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