Willkommen bei der SPORTOPAEDIE Heidelberg Praxis für Orthopädie und Sportmedizin

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Grenzenloser Jubel: MLP Academics sind ProA-Meister 2021!

Nach 36 Jahren gelingt MLP Academics nicht nur der Aufstieg: Sie sind Gewinner der Meisterschaft der BARMER 2. Basketball Bundesliga! Die Heidelberger Basketballer spielten am Sonntag gegen die Giants Leverkusen. Es war ein spannendes und gleichzeitig unvergessliches Spiel.

Das gesamte Team der SPORTOPAEDIE Heidelberg sagt “HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH” – wir freuen uns allesamt für euren Sieg. Auch Dr. Markus Weber – Mannschaftsarzt der Heidelberger Korbjäger – freut sich über die Meisterleistung des Teams.

Die Pokalübergabe der ProA BARMER 2. Basketball-Bundesliga können Sie sich in voller Länge hier ansehen.

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Abb: Das Medical Team der MLP-Academics um Dr. Markus Weber

Golf = Gesundheitssport? – Dr. Stephan Maibaum klärt auf

Das Golfspielen erfreut sich einer großen Beliebtheit, hat jedoch auch mit Klischees zu kämpfen. Warum das so ist, für wen das Golfen infrage kommt und was es dabei aus sportorthopädischer Sicht zu beachten gilt, erklärt Ihnen Dr. Stephan Maibaum in unserem heutigen News-Beitrag.

 

Grundsätzliches zum Golf

Bei einer Golfrunde können 18 Löcher gespielt werden, wobei etwa 100 bis 200 Schwünge erfolgen – je nach Handicap des Spielers. Währenddessen wird eine Strecke von etwa 8-10 km zurückgelegt. Die Golftasche, in der die Ausrüstung des Spielers enthalten ist, wiegt etwa 10-15 kg.

Die Frage, ob es sich bei Golf um ein Spiel oder einen Sport handelt, scheidet die Geister. Die Antwort ist dabei abhängig vom Spielniveau und den Rahmenbedingungen. Wird die Golftasche bspw. getragen oder nutzt der Spieler einen Buggy? Wird die Golfrunde zu Fuß absolviert oder mit einem Kart?

Feststeht: Egal ob Sie es ruhig angehen oder Vollgas geben, das Golfen wirkt sich positiv auf Ihre Gesundheit aus.

 

Vorteile des Golfs

  • Kognitive Schulung des Gehirns
  • Förderung der Herzkreislauftätigkeit
  • Positiver Einfluss auf das Immunsystem durch Bewegung an frischer Luft
  • Mentale Entspannung durch Ambiente und Golfpartner
  • Aufgrund der körperlichen Belastung und des Beanspruchungsprofils empfehlenswert zur Prävention diverser Verletzungen und Erkrankungen
  • Auch für Patienten mit künstlichen Gelenken geeignet

Wichtig ist jedoch wie bei jeder Sportart, dass einige Dinge beachtet werden, um sich vor akuten Verletzungen sowie chronischen Über- und Fehlbelastungen zu schützen.

 

Die Grundlagen sollten Anfänger unbedingt von einem ausgebildeten und versierten Golflehrer erlernen. Außerdem müssen wir uns vor Augen halten, welche Bereiche des Bewegungsapparats für einen guten Golfschwung zusammenarbeiten müssen: Das Schulter-Arm-System, das Becken und der Rücken. Professionelle Golfer leiden häufig unter Beschwerden der Handgelenke und Schultern, während jüngere Spieler zu Schwierigkeiten mit der Rückenmuskulatur und Anfänger zu jedem erdenklichen Problem neigen.

Um möglichst viel Spaß am Golfen zu haben und von den genannten Vorteilen zu profitieren, ohne dass Beschwerden wie der Golfer-Ellenbogen drohen, möchten wir Ihnen deshalb einige Tipps an die Hand geben.

  • Technik und Equipment: Ein zu festes Halten des Griffes oder ein zu dicker Griff kann bspw. zu Problemen am Ellenbogen führen. Anfänger sollten sich deshalb von einem erfahrenen Golflehrer schulen und anleiten lassen sowie Rat zur richtigen Ausrüstung einholen.
  • Orthopädische Voruntersuchungen: Viele Golfeinsteiger sind über 40. Es kann sein, dass bereits degenerative Veränderungen der Bandscheiben und/oder Gelenke vorliegen, die jedoch noch nicht zum Vorschein gekommen sind und erst durch den Sport Beschwerden machen würden. In vielen Fällen können wir das Auftreten ebendieser verhindern, indem z. B. ein Patient mit X-Beinen Einlagen bekommt, bevor er mit dem Golfen beginnt. Ähnliches gilt für jugendliche Anfänger bis ca. 13 Jahre. Gerade im Alter von Wachstum und Reifung kann der Körper Fehlstellungen hervorragend kompensieren. Sind die Wachstumsfugen der Knochen erst einmal geschlossen, ist es meist zu spät.
  • Arztbesuch bei anhaltenden Beschwerden: Übt der Körper eine ungewohnte Tätigkeit aus, können Begleiterscheinungen wie bspw. Muskelkater auftreten. Bessern sich solche Symptome jedoch im Laufe einer Woche nicht, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Fazit

Golf stellt grundsätzlich eine Freizeitgestaltung dar, die sich bei korrekter Ausübung und mit dem richtigen Equipment positiv auf Ihre Gesundheit auswirkt und in der Intensität an Ihre individuelle Person anpassen lässt. Anfänger sollten die Grundlagen unbedingt durch einen professionellen Golflehrer erlernen. Bei Einsteigern unter 14 sowie über 40 Jahren ist ein orthopädischer Check vorab sinnvoll, um eventuelle Fehlstellungen bzw. bislang asymptomatische degenerative Erkrankungen festzustellen und zu behandeln.

Das RadPath-System – Dr. Michael Köcher

Mit Crowd-Knowledge schneller zur richtigen Therapie – Dr. Michael Köcher informiert über das RadPath-System

In der SPORTOPAEDIE Heidelberg setzen wir nicht nur auf eine moderne technische Ausstattung und innovative Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, sondern auch auf den Austausch mit anderen Experten.

Eine besonders effektive Methode der interaktiven Diagnostik in der Muskuloskelettalen Radiologie stellt das RadPath-System dar.

Dr. Michael Köcher steht bereits seit 2018 darüber im engen Kontakt mit anderen Fachärzten für Radiologie aus dem gesamten Bundesgebiet. Worum es sich dabei handelt und welchen Vorteil das für unsere Patienten hat, verraten wir Ihnen in unserem heutigen News-Beitrag.

 

Was ist das RadPath-System?

Das RadPath-Forum ist eine digitale Plattform von der Deutschen Gesellschaft für Muskuloskelettale Radiologie (DGMSR) zum Austausch von Bildern und Informationen zwischen MSK-Radiologen. Ziel ist es, komplexe und nicht eindeutige Fälle aus der täglichen Praxis gemeinsam zu erörtern.

 

Wie funktioniert das RadPath-Forum?

Die Mitglieder präsentieren im Forum besonders interessante, lehrreiche oder unklare Gelenk- und Skelettbefunde. Gemeinsam werden Diagnosen, Differentialdiagnosen und Anregungen für weiterführende Untersuchungen sowie Therapiemöglichkeiten diskutiert.

 

Vorteile für unsere Patienten

Da zahlreiche Experten an der Diagnosestellung mitwirken, fließen langjährige Erfahrungen unterschiedlicher radiologischer Kollegen in die Beurteilung ein, wodurch abschließend Diagnosen oft schnell und präzise gestellt werden können. Auf zusätzliche Kontrolluntersuchungen kann dadurch häufig verzichtet und eine spezifische Therapie zeitnah eingeleitet werden.

Dr. Köcher sagt dazu in einer aktuellen Publikation der DGMSR: „Für mich ist die Teilnahme immer zielführend gewesen, ob ich nun selber Fallbeispiele gepostet oder zu Fällen anderer Kollegen Stellung genommen habe. Dadurch hat sich mein differentialdiagnostisches Spektrum deutlich erweitert und mir zusätzliche Sicherheit in der täglichen Diagnostik vermittelt.“

 

(Quelle: DGMSR)

Fit durch den Lockdown und die Zeit danach – Dr. Maibaum & Dr. Beks im RNZ-Interview

Die aktuelle Situation hindert viele Menschen an der Ausübung ihrer sportlichen Aktivitäten. Zwar dürfen Amateursportler im Moment in Kleingruppen trainieren, aufgrund steigender Fallzahlen könnte der Sport-Lockdown jedoch bald wiederkehren. Währenddessen sind Ball- und Ski-Sport zum größten Teil unmöglich zu realisieren und mit den Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Einklang zu bringen.

Im RNZ-Interview erläutern Dr. Stephan Maibaum und Dr. Pieter Beks, Mannschaftsärzte der Rhein-Neckar Löwen und des SV Sandhausen, wie Sportler – ob Freizeit-, Amateur- oder Profisport – sich fit halten und auf die Zeit nach der Pandemie vorbereiten können.

Ein individuelles Ausdauertraining ist auch unter den aktuellen Auflagen zur Kontaktvermeidung möglich, reicht jedoch nicht aus. Für eine gute Vorbereitung auf die nächste Saison ist ein funktionelles Training ebenso essenziell. Wichtig ist dabei, nicht von null auf hundert zu starten, sondern die Intensität langsam zu steigern, um Verletzungen vorzubeugen.

Mobilisation, Kräftigung und Tiefensensibilisierung sind die drei Säulen der Prävention. Die Prävention, also die Vorbeugung von Verletzungen und Erkrankungen, wird immer wichtiger. Durch ein gutes Aufwärmprogramm vor dem Training, wie bspw. das 11+ der FIFA, können typische (Fußball-)Verletzungen vermieden werden. Eine gute Aufwärmung sollte vor jedem Training durchgeführt werden und ausreichend Zeit in Anspruch nehmen. „Dies ist jedoch nicht immer der Fall“, berichtet Dr. Maibaum. „Viele bereiten sich oft nur halbherzig vor oder man sieht Pseudo-Übungen.“

Um Verletzungen vorzubeugen, ist außerdem eine ganzheitliche Betrachtung des Athleten seitens der Ärzte wichtig. Hat jemand bspw. X-Beine, besteht ein höheres Risiko, einen Kreuzbandriss zu erleiden. In diesen Fällen – oder auch um die Knie-Funktion nach einer Verletzung bzw. OP wiederherzustellen – kann das Rehabilitationsprogramm Stop-X helfen, welches eine große Auswahl geeigneter neuromuskulärer Übungen enthält.

Des Weiteren müssen Mediziner stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen sein. Durch den Lockdown kommt es zum Beispiel häufiger zum Läuferknie, auf welches wir bereits in einem News-Beitrag sowie unserem Artikel rund um das Thema Knie näher eingegangen sind. Die damit einhergehenden Schmerzen an der Knie-Außenseite können durch unterschiedliche Ursachen auftreten. Dazu zählen bspw. zu starke Belastung, Fehlstellungen, das Schuhwerk und der Laufstil. „Wir müssen uns also fragen“, sagt Dr. Maibaum dazu: „Liegt ein strukturelles oder ein funktionelles Problem vor? Gibt es also Schäden oder eine Störung, die ein Gelenk dazu verleitet, Probleme zu machen?“ Nur so kann die auslösende Ursache gefunden und behoben werden.

Beim Joggen könnte dies bedeuten, die Schrittlänge zu verkürzen. „Kürzere und schnellere Schritte sind besser, damit das Becken nicht abkippt“, erklärt Dr. Maibaum. Dr. Beks rät: „Physiotherapeuten sind der richtige Ansprechpartner, mit ihnen kann man Übungsprogramme ausarbeiten.“

Eine zentrale Rolle bei der Prävention von Sportverletzungen spielen die Rumpf- und Rückenmuskulatur. Diese sind aufgrund ihrer Rolle als Kraftüberträger von entscheidender Bedeutung für die Kernstabilität. Besonders die Rückenmuskulatur baut jedoch schnell ab, vor allem, wenn man in gebeugter Haltung im Homeoffice arbeitet.

Gerade für Menschen mit Beschwerden ist Heidelberg 8 , ein einfaches und effektives Programm aus acht Übungen in acht Minuten zur Stärkung von Hüfte und Rücken, empfehlenswert.

 

(Quelle: RNZ – Artikel “Sport im Lockdown“)

Weniger OPs, mehr Prävention – wie Patienten vom Spitzensport profitieren

Heidelberg ist eine Hochburg der Sportmedizin. Die daraus resultierenden Vorteile werden all unseren Patienten zuteil. In einem Interview mit dem Olympia-Magazin beantworten Dr. Pieter Beks und Dr. Stephan Maibaum aktuelle Fragen zur Behandlung und Prävention der häufigsten Verletzungen sowie zu neuen Entwicklungen in Spitzensport und Medizin. Dabei kristallisiert sich bezüglich der operativen Therapie vor allem eines heraus: Weniger ist mehr. „Heute gibt es nur noch OPs bei massiver Instabilität oder Begleiterscheinungen am Knorpel“ erklärt Dr. Beks. Außenbandverletzungen waren bspw. bis in die 90er-Jahre die häufigste Ursache für eine OP, bis Studien ergaben, dass die konservative Therapie bessere Ergebnisse erzielt.

Auch beim Knie, dem Spitzenreiter für Verletzungen, gab es bemerkenswerte Fortschritte in der Technik. Während für eine Kreuzband-Operation früher große Schritte gemacht wurden, arbeiten wir heute mit der gewebeschonenden Schlüsselloch-Technologie. Daraus resultiert, dass Patienten schneller wieder mobilisiert und belastet werden können. Knorpelschäden können heutzutage mit einer Transplantation körpereigener Zellen behandelt werden. Forschungen zur schnelleren Heilung von Muskelverletzungen laufen bereits.

Von diesem stetigen medizinischen Fortschritt profitieren alle Patienten der SPORTOPAEDIE Heidelberg. Denn innovative Methoden aus dem Spitzensport der Rhein-Neckar-Region werden in unsere Routine-Versorgung aufgenommen. So können auch Nicht-Sportler ihren Nutzen aus modernsten Methoden und Geräten ziehen.

Entscheidend ist damals wie heute und auch in Zukunft die ganzheitliche Betrachtung des Patienten. Wir schauen uns nicht nur die Probleme an, sondern suchen vor allem nach der Ursache. Gerade bei Spitzensportlern spielen Faktoren wie die Ernährung und die Psyche eine zentrale Rolle. Ihre Gesundheit ist ihr Kapital. Lange Ausfallzeiten können sie sich nicht leisten. Die Haltung zu Operationen ist deshalb zunehmend kritischer geworden, die Prävention von Verletzungen und Erkrankungen wird immer wichtiger.

Im Interview gehen Dr. Beks und Dr. Maibaum auch auf die aktuelle Lage ein. Wegen des Lockdowns beschränken sich Ball- und Ski-Sportverletzungen derzeit auf ein absolutes Minimum. Dafür kommt vermehrt das Läuferknie vor, auf welches wir in unserem letzten News-Beitrag sowie unserem ausführlichen Artikel rund um das Kniegelenk näher eingegangen sind.

 

(Bildquelle: Qlympiamagazin 2021 / Preview)