Willkommen bei der SPORTOPAEDIE Heidelberg Praxis für Orthopädie und Sportmedizin

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Hüftprothese (Hüft-TEP)

Das künstliche Hüftgelenk ist dem menschlichen Gelenk nachempfunden und ersetzt dieses vollständig!

Das Hüftgelenk ist das zweitgrösste Gelenk unseres Körpers. Als Hüfte wird das Körperteil bezeichnet, welches sich zwischen dem oberen Teil des Oberschenkelknochen und dem oberen Rand des Beckens befindet. Die Hüft-Endoprothese (Hüft-TEP) ersetzt sowohl den Oberschenkelkopf als auch die Hüftgelenkpfanne.

Hüftgelenk

Das Hüftgelenk: Eines der wichtigsten Gelenke des Menschen

Das Hüftgelenk stellt die bewegliche Verbindung von Becken und Oberschenkelknochen dar. Es besteht aus der Hüftpfanne, dem sogenannten Acetabulum, und dem Hüftkopf, der Caput femoris genannt wird. Den äußeren Rand der Hüftgelenkspfanne verstärkt ein knorpeliger Rand, das sogenannte Labrum acetabuli (oder auch „Pfannenlippe“). Um den Rumpf und die Beine gelenkig miteinander zu verbinden, nimmt die Hüftpfanne den Hüftkopf auf.

Beide sind für die optimale Funktion mit einer stabilen Knorpelschicht und einer feinen Gelenkschleimhaut überzogen und werden durch eine sehr kräftige Gelenkkapsel geführt. Die Gelenkschleimhaut produziert die Gelenkflüssigkeit („Gelenkschmiere“, Synovia), die den Knorpel ernährt.

Das Hüftgelenk verfügt über drei Bewegungsebenen: Streckung und Beugung, Außen – und Innenrotation (Drehung) sowie Abspreizen und Anspreizen. Die Gelenkfunktion wird durch die knöcherne und knorpelige Form sowie durch straffe Bänder und Sehnen geführt. Das Hüftgelenk des Menschen wird als Kugelgelenk bezeichnet.

Es ermöglicht die Bewegung des Beins und somit das Gehen bei gleichzeitiger Stabilisation des Körpers. Sind Knorpel und Muskulatur gesund, trägt es mühelos große Lasten und leistet Schwerstarbeit im Körper. Bei länger andauernder Fehlbelastung kann es zu Schädigungen des Knorpelgewebes bis hin zum Abbau der schützenden Schicht kommen.

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Erkrankungen der Hüfte

Erkrankungen des Beckens und der Hüfte

Coxarthrose

Der Verschleiß des Gelenkknorpels, die sogenannte Coxarthrose, ist die häufigste Erkrankung im Bereich des Hüftgelenks und spielt eine wichtige Rolle in Orthopädie und Sportmedizin. Am Beginn der Arthrose steht ein Ungleichgewicht zwischen Belastung und Belastungsfähigkeit des Gelenks. Hierdurch wird immer mehr Knorpelgewebe zerstört.

Meist sind diese Schäden irreparabel. Bei Zunahme dieser Erkrankung werden sie so gravierend, dass die Knochen aufeinander reiben und die Gelenkflächen sich degenerativ verformen. Folgen sind Entzündungen, Muskelverspannungen, Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Durch verschiedene Vorerkrankungen oder –schädigungen im Hüftgelenksbereich (wie zum Beispiel die Hüftdysplasie), kann es zu vorzeitiger Coxarthrose kommen.

Das typische Symptom der Hüftgelenksarthrose ist ein belastungsabhängiger Schmerz direkt im Gelenk. Patienten berichten häufig von einem dumpfen, bohrenden Anlaufschmerz, der unter Bewegung über den Tag hin ab- und zum Abend wieder zunimmt. Für eine sichere Diagnose sorgen eine körperliche Untersuchung sowie Röntgenaufnahmen und eine MRT (Magnetresonanztomographie) beim Orthopäden.

Hüftdysplasie

Als Hüftdysplasie wird eine (zumeist) angeborene Fehlbildung der Hüftgelenkspfanne bezeichnet. Da das Pfannendach in diesen Fällen nicht ausreichend ausgeformt ist und in einem zu steilem Winkel steht, kann der Hüftkopf dort keinen sicheren Halt finden. Im schlimmsten Fall rutscht der Hüftkopf sogar aus der Gelenkpfanne (Hüftgelenksluxation).

Unerkannte beziehungsweise zu spät behandelte Hüftdysplasien schränken die Beweglichkeit erheblich ein und können den Betroffenen bereits im Jugendalter starke Schmerzen verursachen. Im Krankheitsverlauf kommt es zu vorzeitigen abnutzungsbedingten Veränderungen, welche die Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen können.

Frühzeitige Invalidisierung und Gelenkabnutzung (Arthrose) können die Folge sein. Es gilt als eine der größten Errungenschaften der modernen Orthopädie diese Erkrankung bereits im Säuglingsalter mit flächendeckenden Ultraschalluntersuchungen diagnostizieren und stadienabhängig mit standardisierten Therapiekonzepten behandeln zu können.

Schenkelhalsfraktur

Durch Gewalteinwirkung, wie etwa einen Sturz oder einen Schlag auf den Hüftbereich, kann es zu einem Bruch des Oberschenkelhalses kommen. Ältere Patienten, insbesondere jene, die unter Osteoporose leiden, sind hier besonders gefährdet, da die Knochensubstanz im Alter abnimmt und sich das Risiko von Knochenbrüchen insgesamt erhöht.

Der Hüftkopf wird von Blutgefäßen ernährt, die in die Gelenkkapsel einstrahlen. Reissen diese Gefäße bei einer Fraktur, wird der Hüftkopf nicht mehr ausreichend versorgt, es besteht die Gefahr des Absterbens, einer sogenannten Hüftkopfnekrose.

Diese Komplikation wird in der Regel operativ versorgt. Häufig ist dies ein Fall für die Endoprothetik (künstlicher Gelenkersatz).

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Behandlungsmöglichkeiten

Was gegen Beschwerden hilft

In den meisten Fällen wird Sie Ihr Orthopäde bei einem Verschleiß des Gelenkknorpels konservativ, d. h. ohne Operation behandeln. Erst wenn der Gelenkknorpel erheblich geschädigt ist und die Coxarthrose weit fortgeschritten ist, werden operative Maßnahmen erwogen. Operative Methoden, nicht zuletzt die Implantation einer Hüftgelenksendoprothese, bieten Betroffenen die Chance auf ein neues Leben mit Beweglichkeit und ohne Schmerz. Sehen wir uns die Therapiemöglichkeiten im Einzelnen an.

Diagnose erkrankter Gelenke

Auf einer Röntgenaufnahme ist die Knorpelschicht nicht sichtbar, sie wird lediglich als Spalt zwischen Hüftkopf und –pfanne deutlich. Ein gesundes Gelenk ist an einem glatten, gleichmäßigen Gelenkspalt zu erkennen. Ist dieser Spalt dagegen sehr schmal oder gar völlig verschwunden, ist dies ein Zeichen für bestehenden Knorpelabbau. Eine qualifizierte MRT (Magnetresonanz -oder Kernspintomografie) ermöglicht ein deutlicheres Bild über den Zustand des Gelenks und des umgebenden Gewebes. Hier werden neben dem Knochen auch alle anderen Gewebearten sichtbar gemacht.

Haltung und Bewegung

Jeder kennt die sogenannte „Schonhaltung“: Ein Ziehen durchzuckt den ganzen Arm und die Schulter wird hochgezogen. Die Hüfte oder das Knie plagt beim Gehen und automatisch wird das andere Bein mehr belastet. Schmerz ist ein Warnsignal des menschlichen Körpers und verleitet zu Ausweichbewegungen und –haltungen.

Und das nicht ohne Folgen: Zwar wird der Schmerz in der momentanen Situation verringert, jedoch werden Muskeln verkürzt, Sehnen, Schleimbeutel oder Nervenenden gereizt, Gelenkkapseln beschädigt und Bänder überlastet, bis das Gelenk immer weniger bewegt wird und schließlich sogar zunehmend steif werden kann. Diese Bewegungseinschänkung ist für den Gesamt-Organismus auf lange Sicht zunehmend nachteilig. Deswegen gilt bei Coxarthrose als bester Behandlungsgrundsatz: „So viel Bewegung wie möglich – so wenig Belastung als nötig.”

Durch gezielte Bewegungsübungen und Trainingsprogramme kann die Beweglichkeit erhalten und Schmerzen gelindert werden. Als besonders geeignet haben sich gleichmäßige, gelenkschonende Übungen und Bewegungsabläufe im warmen Wasser erwiesen, wie beispielsweise Schwimmen und Wassergymnastik. Das Wasser entlastet die Gelenke von Schwerkraft und Körpergewicht, während die Wärme lindernd und belebend wirkt.

Medikamente

Ziele der medikamentösen Therapie sind Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Damit wird häufig erst die Voraussetzung dafür geschaffen, dass ein erfolgreiches Bewegungstraining durchgeführt werden kann. Entzündungshemmende Medikamente dürfen im Hinblick auf mögliche Nebenwirkungen nur unter strenger ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

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Die Hüft-TEP

Endoprothetischer Ersatz des gesamten Hüftgelenkes

Das künstliche Hüftgelenk, oder auch die Hüft-TEP (Totalendoprothese), ist dem menschlichen Gelenk nachempfunden und ersetzt dieses vollständig. Während der Gelenkersatzoperation wird so wenig Gelenkanteil als möglich reseziert.
Während der Endoprothetikimplantation werden erkrankte Gelenkpartien entfernt und ein künstliches Gelenk, bestehend aus einer schalenförmigen Hüftpfanne und einem intraossärem Oberschenkelschaft mit kugelförmigem Hüftkopersatz implantiert.

Material & Haltbarkeit
Lebensdauer und Funktionsfähigkeit von Kunstgelenken sind von zahlreichen Faktoren abhängig. Unter anderem:

  • dem Körpergewicht des Patienten
  • dem Alter des Patienten
  • der Knochenbeschaffenheit des Patienten
  • der körperlichen Aktivität des Patienten
  • etwaigen Begleiterkrankungen des Patienten
  • dem Material der aufeinander treffenden Gelenkflächen

Um eine möglichst lange Haltbarkeit zu erreichen, werden die verwendeten Materialien nach bestimmten Kriterien ausgewählt. So wird durch modernste Werkstoffe die Reibung der Gelenkpartner auf ein Minimum reduziert und die Integration der Prothese in den umliegenden Knochen gewährleistet. Die meisten künstlichen Hüftpfannen und –schäfte werden aus körperlich hervorragend verträglichen Titan- oder Chrom-Kobaltlegierungen hergestellt. Für die aufeinander treffenden Gelenkflächen werden Hüftköpfe aus Keramik mit Pfanneneinsätzen aus Keramik oder hochvernetztem Polyethylen kombiniert, um ein Ergebnis von langer Haltbarkeit zu erzielen. Im Normalfall bleibt ein Kunstgelenk lange funktionstüchtig. Die meisten Endoprothesen funktionieren über 20 Jahre, in vielen Fällen auch deutlich länger.

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Die Varianten der Hüft-Endoprothetik

Die Wahl der Endoprothese und der Art der Verankerung wird in Abhängigkeit von Allgemeinzustand, Knochenqualität und körperlicher Aktivität des Patienten getroffen. Da die künstliche Hüfte mit dem eigenen Knochen fest verbunden sein muss, wird das Implantat in den Knochen eingepresst, geschraubt oder eingeklebt („zementiert“).

Bei der „zementfreien Endoprothetik“ presst der Operateur die größenadaptierte Gelenkpfanne sorgfältig in den Beckenknochen und den passenden Schaftanteil in den Oberschenkelknochen ein („press-fit Verankerung“). Diese modernen Implantate bestehen meist aus hochfesten Titanlegierungen und verfügen über eine spezielle Oberfläche und Form, die eine rasche Integration in den umliegenden Knochen ermöglicht. Die Einheilung der zementfreien Endoprothetik und die Erfordernis zur Teilentlastung nach der Operation beträgt zwischen 4 und 6 Wochen.

Bei der „zementierten“ oder „teilzementierten Endoprothetik“ (auch „Hybrid-Endoprothetik“ genannt) werden die Komponenten vollständig oder anteilig mit einem bewährten Knochenkleber („Knochenzement“) im Knochen fixiert. Hauptanwendungsbereich dieser Technik ist die vollständige und sichere Belastbarkeit der Endoprothese unmittelbar nach der Operation, ideal z.B. für ältere Patienten.

Top Mediziner von 2012 bis 2019

Einen Spitzenplatz in der FOCUS-Klinikliste für herausragende medizinische Qualität in Orthopädie und Sportmedizin.

Vor der Operation

Gute Planung und Vorbereitung macht es Ihnen leichter!

Patienten können selbst zum Erfolg ihrer Operation beitragen. Schon die Zeit vor der Operation sollte genutzt werden, um sich bestmöglich vorzubereiten und einige Dinge zu arrangieren.

Ihren Allgemeinzustand verbessern

Es ist empfehlenswert, ein etwa bestehendes Übergewicht vor der Operation zu reduzieren. Es belastet bereits ein gesundes Gelenk gravierend, ein erkranktes noch wesentlich stärker. Auf Zigaretten und Alkohol sollte vor einem chirurgischen Eingriff verzichtet werden. Nikotin, Teer und zahlreiche andere Giftstoffe verzögern den Heilungsprozess und belasten die inneren Organe.

Die Muskulatur stärken

Durch gezieltes Aufbautraining und Übungen in eigener Regie kann der Muskelaufbau unterstützt und so eine stabile Umgebung für das neue Gelenk geschaffen werden. Trotz Schmerzen ist es ratsam, sich bei möglichst geringer Belastung zu bewegen, da sonst die Gefahr einer Schonhaltung entsteht, die sich nachhaltig auf die Muskulatur und nicht zuletzt auch auf das neue Gelenk auswirkt. Zu empfehlen sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen und Radfahren. Auch Gymnastik und Krafttraining für Arm- und Rückenmuskulatur sind sinnvoll, um das Gehen an Unterarmgehstützen zu erleichtern.

Allergien

Bestehende Allergien auf bestimmte Medikamente sollten frühzeitig dem behandelnden Arzt mitgeteilt werden; insbesondere Allergien gegen Nickel oder Chrom, Antibiotika, Jod oder Pflaster. Da diese Informationen bei der Wahl der Endoprothese mitberücksichtigt werden, ist die Vorlage des Allergiepasses unerlässlich.

Eigen- oder Fremdblutspende

Durch ein erfahrenes Operationsteam und moderne Operationstechniken wird sichergestellt, dass während des Eingriffs der Blutverlust so gering wie möglich gehalten wird. In der Regel wird auf die Übertragung von Fremdblut verzichtet.

Die häusliche Versorgung nach der Operation

Manchmal kommt es vor, dass Patienten nicht sofort nach der Operation in eine Reha-Klinik verlegt werden. Während eines eventuellen Zwischenaufenthaltes zu Hause ist es empfehlenswert, Freunde oder Verwandte in der Nähe zu wissen. Sollte niemand zur Verfügung stehen, kann auch ein ambulanter Sozialdienst beauftragt werden, der dem Patienten im Haushalt zur Hand geht. Auch sollte bereits vor der Operation ein Rundgang durch Haus oder Wohnung gemacht werden, um potenzielle Problem- und Gefahrenquellen zu eruieren. Insbesondere auf Hindernisse, die zu Stolperfallen werden könnten, sollte geachtet werden. Hier eine kurze Liste von kleinen Helfern und Vorbereitungen, die Ihnen die Zeit zu Hause erleichtern können:

  • Strumpfanzieher
  • Schuhlöffel, am besten mit langem Stiel
  • Duschhocker, -unterlage, Badewannensitz
  • Greifzange
  • Unterarmgehstützen
  • Sind Stützen vorhanden: Üben Sie den Umgang damit bereits vor der Operation, dann wird es Ihnen danach wesentlich leichter fallen
  • Erhöhen Sie das Bett durch eine zweite Matratze auf eine Höhe von circa 70 cm
  • Sitzerhöhung
  • Entfernen Sie Stolperfallen
  • Kochen Sie Essen vor und frieren Sie es in kleinen Portionen ein

Körperpflege

Vor dem Krankenhausaufenthalt empfiehlt es sich, ein ausgiebiges Bad zu nehmen. Die Haare sollten dabei gründlich gewaschen werden, da das Duschen unmittelbar nach der Operation kontraindiziert ist. Des Weiteren ist es sinnvoll, Fuß- und Fingernägel zu schneiden und eventuell aufgetragenen Nagellack zu entfernen.

Nötig und nützlich – eine kleine Packliste für den Klinikaufenthalt:

  • Bequeme, weite Kleidung
  • Frische Unterwäsche und Socken
  • Nachtwäsche
  • Bademantel und -schuhe
  • Hygieneartikel wie Zahnbürste, -pasta, Seife, Haarbürste, Rasierer, Tampons/Slipeinlagen, Waschlappen, etc.
  • Trainingsanzug, möglichst mit weitem Fußeinstieg
  • Geschlossene, flache Schuhe, am besten mit rutschfester Sohle
  • Rucksack/Tasche mit langem Henkel
  • Die wichtigsten Adressen und Telefonnummern
  • Bücher, Zeitschriften, Musik und Ähnliches zum Zeitvertreib
  • Sofern vorhanden: Brille, Kontaktlinsen, Hörgerät
  • Ohrstöpsel
  • Handy inklusive Ladekabel
  • Ein Beutel für Schmutzwäsche

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Endoprothesen-Operation

Heutzutage ein sicherer und erfolgreicher Eingriff

Da es nach der Operation circa sechs Wochen dauert, bis die Prothese stabil im Knochen integriert und die Muskulatur stark genug ist, um die Stabilität des Gelenks vollständig zu gewährleisten, ist es vernünftig, sich während dieser Zeit möglichst gelenkschonend zu bewegen. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Empfehlungen mit auf den Weg geben, die Ihnen dabei helfen sollen, den Alltag mit einem künstlichen Gelenk bestmöglich zu meistern.

Gehen an Unterarmgehstützen

Die Stützen stellen Sie leicht seitlich versetzt vor Ihre Füße, damit die Hüfte gerade bleibt. Stützen Sie sich mit leicht gebeugten Ellenbogen auf die Handgriffe, um die Bänder nicht zu überlasten und das Körpergewicht mit den Händen statt den Unterarmen zu tragen.

Hinsetzen, Sitzen, Aufstehen

Am besten eignet sich ein hoher Stuhl mit Armlehnen. Große Patienten sollten in der Anfangszeit eine Sitzerhöhung nutzen. Beim Hinsetzen strecken Sie das betroffene Bein leicht nach vorne, stützen sich mit den Armen ab und lassen sich langsam auf den Stuhl sinken. Sitzen Sie aufrecht und stützen Sie sich beim Aufstehen wieder mit den Armen ab.

Treppensteigen

Beim Treppensteigen kann folgender Spruch als Eselsbrücke dienen: „Sind wir gesund, geht es bergauf. Sind wir krank, geht es bergab.“ Beim Aufstieg wird also zunächst das gesunde, nicht operierte Bein eine Stufe höher gesetzt. Nun stützen Sie sich mit beiden Händen auf die Gehstützen und heben dann diese zusammen mit dem operierten Bein auf dieselbe Stufe. Diese Abfolge wiederholen Sie Stufe für Stufe.

Sie können sich dabei auch mit einer Hand am Treppengeländer abstützen und die zweite Gehstütze währenddessen mit den Fingern der anderen Hand halten. Beim Abstieg platzieren Sie zuerst beide Stützen auf die nächst tiefere Stufe, bevor Sie das betroffene Bein dazwischen stellen. Nun setzen Sie das gesunde Bein daneben. Wiederholen Sie dies schrittweise, bis zum Ende der Treppe. Ihr Physiotherapeut wird Ihnen dabei helfen.

Duschen

Betreten Sie das Badezimmer am besten mit rutschfesten Schuhen, die Sie vor der Dusche abstellen. Steigen Sie mit dem gesunden Bein zuerst in die Kabine, verlassen Sie sie mit dem operierten Bein zuerst. Im Idealfall ist die Dusche ebenerdig, davor sollte eine rutschfeste Matte liegen. Ein Duschhocker, ein Haltegriff an der Wand, eine Anti-Rutsch-Matte in der Duschwanne und ein Schwamm oder eine Bürste mit langem Griff können für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Baden

Bitte baden Sie erst, wenn Sie sich dazu sicher genug fühlen. Am besten setzen Sie sich auf einen Hocker, der etwas höher ist als Ihre Wanne und den Sie direkt daneben platzieren. Nun heben Sie erst das gesunde, dann das betroffene Bein langsam und vorsichtig in die Wanne.

Stützen Sie dabei das operierte Bein und nehmen Sie mit den Händen so viel Gewicht wie möglich ab. Empfehlenswerte Hilfsmittel sind hierbei ein Badewannensitz, ein Haltegriff an der Wand sowie eine rutschfeste Matte am Boden der Wanne.

Ins Bett legen, schlafen und aufstehen

Heben Sie erst das gesunde, dann das operierte Bein ins Bett. Neigen Sie den geraden Oberkörper dabei leicht nach hinten. Am besten ist das Schlafen auf dem Rücken, dabei sind die Beine leicht abgespreizt. Wenn Sie lieber auf der Seite liegen, legen Sie sich ein längliches Kissen zwischen die Beine, damit Sie diese während des Schlafens nicht überkreuzen. Wenn Sie wieder aufstehen wollen, bringen Sie zunächst das Gesäß an die Bettkante und heben Sie anschließend nacheinander das betroffene und das gesunde Bein aus dem Bett. Das Bett sollte eine Höhe von etwa 70 Zentimetern haben und fest stehen.

Kleidung an- und ausziehen

Lassen Sie sich in der Anfangszeit am besten von jemandem unterstützen oder benutzen Sie eine der zahlreichen verfügbaren Anziehhilfen. Mit diesen können Sie ganz einfach den Bund des Kleidungsstücks greifen und ziehen es zunächst über das Knie des operierten und dann über das Knie des nicht operierten Beins.

Richten Sie sich nun mit der Hilfe einer Gehstütze auf und ziehen Sie die Kleidung bis ganz nach oben. Für das An- und Ausziehen von Strümpfen gibt es spezielle Strumpfanzieher. Wenn Sie sich Ihrer Beinbekleidung wieder entledigen wollen, ziehen Sie zuerst das gesunde Bein aus, dann das betroffene.

Schuhe

Am besten tragen Sie in den ersten Wochen flache, feste Schuhe mit leichtem Einstieg und ohne Schnürsenkel. Setzen Sie sich zum An- und Ausziehen hin und verwenden Sie einen Schuhlöffel mit langem Griff.

Ein- und Aussteigen in das/aus dem Auto

Steigen Sie, soweit es geht, auf der Beifahrerseite ein. Hier haben Sie die meiste Beinfreiheit. Lassen Sie sich den Sitz vorher zurück schieben und hochstellen. Nun setzen Sie sich rückwärts ins Auto und heben die Beine nacheinander hinein. Unterstützen Sie sie, indem Sie mit beiden Händen die Oberschenkel anheben. Dasselbe gilt für das Aussteigen.

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  • Kompetente Ärzte! Sehr freundlich!

    „Nehmen sich viel Zeit für Ihre Patineten und erklären den Befund und die weiteren Behandlungsmethoden.“

  • Geballte Qualität!

    „Sehr gut organisierte Praxis, überaus angenehme Atmosphäre und engagierte Mitarbeiter.“

  • Ausgezeichnete Operation!

    „Nach umfangreicher Aufklärung und Untersuchung wurde eine Hüft TEP durchgeführt, der Eingriff klappte von A bis Z hervorragend!“

Natürlich ersetzt eine Hüftprothese das organische Gelenk nicht in all seinen Facetten, ermöglicht Ihnen jedoch ein beschwingtes Leben voller Bewegung. Im Folgenden haben wir noch ein paar Tipps, um die Haltbarkeit Ihres neuen Gelenks zu lang wie möglich zu gestalten.

  • Tragen Sie stets flache, feste Schuhe mit guter Dämpfung. Diese schonen Ihre Gelenke und sorgen für einen sicheren Halt.
  • Ruckartige Bewegungen begleitet von Stoßbelastungen sollten vermieden werden.
  • Vorsicht vor Stolperfallen, besonders in Herbst und Winter, wo Stürze durch Nässe und Glätte drohen.
  • Essen Sie viel Obst und Gemüse. Das hilft, Ihr Gewicht im Griff zu halten. Dies sorgt wiederum für eine geringere Gelenkbelastung und ein besseres Allgemeinbefinden.
  • Vorsicht bei eitrigen Entzündungen! Informieren Sie Ihren Arzt, damit er bedarfsweise eine antibiotische Behandlung vornehmen kann. Im Extremfall könnte sich eine Infektion im Körper ausbreiten und auch Ihre Hüft-TEP angreifen.
  • Das Wichtigste ist, dass Sie in Bewegung bleiben und Sport treiben. Wählen Sie eine gelenkschonende Sportart, gekennzeichnet durch fließende, gleichmäßige Bewegungen mit geringem Kraftaufwand. Das stärkt Ihre Muskulatur und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Besprechen Sie mit Ihrem Orthopäden, wann Sie wieder Sport treiben dürfen und welche Sportarten für Ihren Fall in Frage kommen.

Generell gelten als empfehlenswert: Radfahren, Wandern, Walking/Nordic Walking, Skilanglauf, Schwimmen, Gymnastik, Aquajogging/-walking. Nicht empfohlen werden dagegen: Handball, Fußball, Squash, Basketball, Volleyball, Reiten, Tennis.

Haben Sie noch weitere Fragen?
Das Team der SPORTOPAEDIE Heidelberg steht Ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite.