Willkommen bei der Sportopaedie Heidelberg Praxis für Orthopädie und Sportmedizin

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Fußballprofi Marc Stendera in Sportopaedie operiert

Der 13. Juli 2013 war für Marc Stendera ein Schock: Bei einem Vorbereitungsspiel für die neue Bundesliga-Saison krachte der erst 17-jährige offensive Mittelfeldspieler von Eintracht Frankfurt mit dem rechten Knie in einen Gegenspieler. Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbandes. Sofort begab der talentierte U19-Nationalspieler sich in die Obhut der Sportopaedie Heidelberg, wo nun die Operation durch den renommierten Kreuzbandspezialisten Dr. Jürgen Huber vorgenommen wurde.

Dr. Huber, der schon vielen Sportprofis und Fußballstars nach einem Kreuzbandriss wieder die Rückkehr in den Spitzensport ermöglichte, etwa dem Ex-Hoffenheimer und heutigen Stuttgarter Torjäger Vedad Ibisevic im Jahr 2009 oder auch Stenderas Mannschaftskollegen Sebastian Rode, ist als Verfechter der Quadrizepssehnen-Technik mit schraubenloser Verankerung einer der erfahrensten Kreuzbandoperateure. Huber: „Marc hatte Glück im Unglück, denn bei ihm handelte es sich um eine isolierte vordere Kreuzbandruptur, was eher selten vorkommt, denn meistens liegen Begleitverletzungen vor. Die Operation ist sehr gut verlaufen, und wir sind zuversichtlich, dass er in sechs Monaten wieder auf dem Platz stehen kann.“

In den ersten sechs Wochen werde Marc Stendera intensive Krankengymnastik und Lymphdrainage machen, danach könne der 1,71 m große Mittelfeldmann mit Koordinations- und Kraftübungen sowie ab dem vierten bis fünften Monat mit der schrittweisen Wiedereingliederung in den Spielbetrieb der Eintracht beginnen.

Die Quadrizepssehnentechnik

Während, teilweise bis Mitte der 90er Jahre, das vordere Kreuzband noch genäht wurde, wird es heute mit verschiedenen Ersatzmaterialien rekonstruiert. In der Fachsprache heißt das Kreuzbandersatzplastik, obwohl kein „Plastik“, sondern körpereigene Gewebe dafür verwendet werden. Bei ihnen ist die Abstoßungsreaktion am geringsten. Bei der Sportopaedie kam in mehr als 9.000 Operationen des Kreuzbandes seit 1998 die Quadrizepssehne als Transplantat zum Einsatz. Bei dieser Technik wird das vordere Kreuzband durch einen Teil der Oberschenkelmuskelsehne (= Quadrizepssehne) ersetzt. Zur Fixierung kommen nicht, wie bei anderen OP-Techniken, Schrauben oder Stifte zum Einsatz, die die Körperabwehr in Gang setzen können, sondern im Rahmen des von Dr. Huber und Kollegen entwickelten Press-fit-Verfahrens lediglich Fäden, die sich nach sechs bis zehn Wochen resorbieren.

Die Quadrizepssehnentechnik mit ihrer implantatfreien Verankerung hat viele Vorteile: Sie schwächt nicht die Schutzmuskulatur für das vordere Kreuzband, außerdem wird die Arthrose-Gefahr gemindert. Das haben Forschungen einer anderen renommierten Klinik mit 57 in der Sportopaedie operierten Kreuzbandpatienten gezeigt. 56 von ihnen hatten nach sieben Jahren noch denselben Arthrose-Grad. Dr. Huber: „Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum ich unseren Patienten die Quadrizepssehnentechnik empfehle. Ich meine, dass sie von allen Methoden der Kreuzbandoperation diejenige mit dem besten Arthroseschutz ist.“